Schutzmasken

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Welche Atemmaske sollte gekauft werden?

Die weltweite Corona – Pandemie erfordert wirksame persönliche Hygienemaßnahmen, daher kommt keiner mehr um das Thema Mund-Nasen-Schutz vorbei. In allen deutschen Bundesländern gilt inzwischen die Maskenpflicht in öffentlichen Räumen, im Nahverkehr und beim Einkaufen. Viele Menschen stellen sich die Frage, welche Art von Maske für sie geeignet ist und wo sie diese am besten kaufen. Wenn die Mundschutzmaske allerdings ständig verrutscht, die Brille beschlägt oder man kaum Luft bekommt, sollte man prüfen, ob die richtige Wahl der Maske getroffen wurde.

Auswahlkriterien:

– Anwendungszweck Einsatzort / gesetzliche Vorgaben

– Reinigung/ Wiederverwendung / Preis

– CE-Kennzeichnung

– Schutzwirkung

– Aussehen und Stoffqualität, Tragekomfort

– Anpassung an die Gesichtsform, korrektes An- und Ausziehen

Maskenarten:

OP/MNS-Masken = medizinischer Mund-Nasen-Schutz (Fremdschutz)

Wird auch OP- oder chirurgische Maske genannt und ist ein Medizinprodukt der Klasse 1 der Verordnung (EU) 2017/425. Dieser hat je nach Typ eine bakterielle Filterleistung von 95% bis 98%. Die medizinische Mund-Nasen-Maske dient primär dem Fremdschutz (sofern nach der Norm DIN EN14683 getestet wurde), d.h. der Träger der Maske wird nur geringfügig selbst geschützt.

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FFP2-/ FFP3-Masken (Eigenschutz + Fremdschutz)

Die FFP-Masken gelten als persönliche Schutzausrüstung der Kategorie 3 nach der Verordnung (EU) 2016/426. Sie sind per Definition dazu gemacht, die Gesundheit des Trägers zu schützen. FFP1-Masken nur Schutz gegen grobe Partikel wie Staub.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aktuell mindestens eine FFP2 Maske als aktive Schutzmaßnahme.

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Einweg-Masken
bestehen aus Vliesstoff und Polypropylen. Sie werden oft in größeren Mengen von 10–50 Stück angeboten. Nach einmaligem Gebrauch müssen sie entsorgt werden.

Mehrweg-Masken
werden in der Regel aus Baumwolle oder Synthetik gefertigt. Diese Mundschutzmasken können nach einer sorgfältigen Wäsche bei mindestens 60 Grad wiederverwendet werden.

Community-Masken (keinen nachgewiesener Schutz)

„Community-Masken“ oder „DIY-Masken“ sind Masken im weitesten Sinne

Einen guten Halt, verringerte Tröpfchenverteilung und zumindest etwas Stil bekommen Sie mit einer Community-Maske.

Hierbei handelt es sich nicht um medizinische Masken zum Selbstschutz. Sie erfüllen nur den Zweck, Mund und Nase zu bedecken.

Dafür können Sie sich unter vielen Mustern und Designs eine Maske auswählen, die Ihnen gefällt.

Viele Hersteller geben an, dass diese sich auch bei 60 Grad waschen lassen.

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Multifunktionstuch (keinen nachgewiesener Schutz)

Der Schlauchschal wird gern von Läufern, Skifahrern oder sportlich aktiven Menschen verwendet.

Über Mund und Nase gezogen schützt es Sie zwar nicht vor einer Infektion, vermindert aber eine eventuell von Ihnen ausgehende Tröpfcheninfektion.

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Preise

Alle Arten von Masken gibt es in Apotheken und vielen Geschäften mittlerweile wieder zu kaufen. Bequemer und zum Teil auch günstiger ist der Kauf von Schutzmasken über den Online-Handel.

Es ist davon auszugehen, dass durch die gesetzliche Vorgaben einer FFP2- und OP-Maskenpflicht vor allem FFP2-Masken in den kommenden Tagen und Wochen eine erhebliche Nachfrage erleben werden.

  • Einweg-Masken/OP-Masken kosten etwa 40 Cent pro Maske im 50er-Pack.
  • FFP2-Masken erhältlich ab 1,50 € pro Stück im 50er-Pack.
  • Community-Masken kosten um die 10 € pro Stück
  • Multifunktionstücher kosten um die 10 € pro Stück

Kostenlose FFP2-Masken mit Berechtigungsschein lösen Sie zum Beispiel ganz bequem und einfach in einer Versandapotheke ein.

Unterschied zwischen einer FFP2- und einer FFP3-Maske?

Diese Norm beschreibt die bereits erwähnten filtrierenden Halbmasken FFP1, FFP2 und FFP3. Die Maskentypen FFP2 und FFP3 haben hierbei nur einen Durchlass von 6% beziehungsweise 1% und können so auch vor Infektion schützen. Nur FFP2- und FFP3-Schutzmasken können den Träger vor einer Infektion schützen. Das Tragen einer FFP2-Maske ist bereits in einigen Bereichen und Bundesländern Pflicht.

Was ist der Unterschied zwischen Masken mit und ohne Ventil?

Ein Ausatemventil soll den Atemwiderstand beim Ausatmen verringern und dadurch die Ausatmung erleichtern. Bei Masken mit Ventil kann die Atemluft trotzdem ins Umfeld gelangen, dadurch wird aber das Umfeld nicht mehr zuverlässig geschützt. Da beide Arten eingeatmete Luft filtern, empfiehlt sich eine Maske ohne Ventil.

BILD: Atemschutzmaske FFP2 mit Ventil; justierbarer Nasenbügel; elastische Befestigungsbänder; CE/DIN

Woran erkennt man zertifizierte, geprüfte Schutzmasken?

Unzählige Hersteller konzentrieren sich nun auf die Produktion von Masken und kennzeichnen diese fälschlicherweise als Schutzmasken. Oft ist dies aber nicht zutreffend, da diese Bezeichnung zertifizierten Medizinprodukten vorbehalten ist.

– Die wichtigsten Filterzertifizierungen sind folgende: FFP3, FFP2 und FFP1.

– Die DIN EN 14683 Norm zertifiziert eine Gesichtsmaske als medizinische Gesichtsmaske in verschiedene Typen.

– Die EN 149:2001 und A1:2009 beschreiben die filtrierenden Halbmasken FFP1, FFP2 und FFP3.

– Ein CE-Prüfzeichen zeigt an, ob die Masken nach den oben genannten DIN-Normen geprüft worden sind. (Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob das angegebene Prüfzeichen tatsächlich existiert!)

– KN95 Masken unterliegen chinesischen Richtlinien, dadurch sind diese nicht vollständig vergleichbar mit den EU-Normen für persönliche Schutzausrüstung.

Mund-Nasen-Schutzmaske korrekt tragen

Folgendes sollten Sie beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beachten:

– Reinigen Sie sorgfältig Ihre Hände.

– Passen Sie den Bügel im Nasenbereich an.

– Achten Sie darauf, den Innenbereich der Maske nicht berühren.

– Nicht die maximale Tragedauer einer Atemschutzmaske überschreiten.

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