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Mobilität in Zeiten der Corona-Pandemie

Beweglich in der Krise durch die Krise

Die letzten Monate haben gezeigt, wie schnell eine kleine Sache alles auf den Kopf stellen kann. Sehr viel hat sich aus den Umständen heraus ändern müssen. Aber sicher haben auch viele Menschen die Zeit genutzt, um ihre persönliche Einstellung zu manchen Selbstverständlichkeiten des (beruflichen) Alltags zu ändern.
War es bis zum Ausbruch der Pandemie an der Tagesordnung, persönlich an jedem Treffen oder an jeder Konferenz teilzunehmen und mit dem Auto, dem Zug oder dem Flugzeug anzureisen, so wurde diese Form des Reisens schon mit dem ersten Lockdown massiv gebremst. Mehr oder weniger schnell stieg die Akzeptanz für virtuelles Arbeiten und Veranstaltungen.
Wer in diesen Zeiten seine Fahrten reduziert hat, wird sich vielleicht die Frage gestellt haben: Muss es wirklich immer noch das Auto sein?
Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind unter dem Strich günstiger und vor allem entspannender sind als mit dem Pkw. Gemütlich im Zug oder Bus sitzen, lesen, die Landschaft betrachten, nette Menschen kennenlernen und/oder gechillt nach einem kleinen Schläfchen am Ziel ankommen – ist das nicht eine angenehme Art zu reisen?

Homeoffice und Co.

Virtuelle Begegnungen und Homeoffice haben Vor- und Nachteile. Die Vorteile liege im Stressabbau beim Fahren, einer erheblichen Kostenersparnis und mehr Zeit für sich und die Familie und damit eine Erhöhung der Lebensqualität. Positiv ist auch, dass weniger Fahrzeuge auch weniger Schadstoffe ausstoßen, was ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele ist. Von Nachteil ist der fehlende persönliche Kontakt, der schlimmstenfalls zur Isolierung führen kann.

Fit durch den Alltag

Ein Verzicht muss nicht zwangsläufig eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit bedeuten. Mobil bleiben kann man trotzdem. Wer im Homeoffice arbeitet, spart doppelt: die Benzin- oder Dieselkosten sinken und die Fahrzeit fällt weg. Diese gewonnene Zeit kann beispielsweise genutzt werden, um sich mit dem Thema „Fahrrad im Alltag“ zu befassen.
Für Einsteiger oder bei längeren Strecken könnten ein E-Bikes interessant sein. Alle, die sich bisher noch nicht in den Sattel eines solchen Gefährts getraut haben, die sollten es auf jeden Fall einmal ausprobieren. Entspanntes Radeln an der frischen Luft, die Natur um vieles näher als ein Auto- oder Zugfenster und „nebenbei“ noch etwas für die körperliche Fitness tun – das sind ein paar der Vorzüge, die die Nutzung eines E-Bikes mit sich bringt.

Ein E-Bike ist sehr teuer?

Ein Rechenbeispiel: Ein Liter Benzin kostet durchschnittlich 1,45 €. Bei einem Spritverbrauch von 7 Litern für 100 Kilometer ergeben sich bei einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von 30.000 Kilometern Kosten von 3.045,00 € (Quelle: finanz-tool.de/spritkostenrechner). Hinzu kommen noch Verschleiß des Fahrzeuges, Versicherung, Steuern und die nervigen Reparaturen. Das sind nicht unerhebliche Beträge, die vielleicht für anderes benötigt und eingesetzt werden können.
Ein E-Bike gibt es übrigens schon ab rund 700,00 €…

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„Generation Silber“

Etwas für die Gesundheit tun wollen immer mehr Damen und Herren der „Generation Silber“. Allerdings fühlt sich nicht jede(r) im Fitness-Studio wohl oder hat nicht die Zeit für regelmäßige Besuche. Wegen der entspannten Fahrweise eignet sich ein E-Bike besonders gut für die ältere Generation. Das Treten ist dank des leistungsstarken Akkus gelenkschonend; Herz und Kreislauf werden gefordert und dadurch Krankheiten vorgebeugt und die Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem.

Sportlich durch den Alltag

Wer es sportlicher mag, schwingt sich in den Sattel eines herkömmlichen Fahrrads. Der „klapprige Drahtesel“ ist „ausgestorben“. Unter den modernen City-, Trekking-, Mountainbikes gibt es für jede(n) genau das richtige Bike für jeden Anspruch. Durch die Ergänzung von Gepäckträgertaschen, Handyhalter bis hin zu Hundekörben kann der Komfort noch mal erhöht werden.

Radfahren, ganz egal, ob klassisch oder elektrisch – ist im Trend und wird es immer bleiben. Umweltschonend, geldbeutelfreundlich und als Gesundbrunnen hat es eine ständig wachsende Fangemeinde.

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Ganz ohne geht es nicht immer

Bei der Entscheidung für oder gegen ein eigenes Auto spielen Infrastruktur, die Wege zur Arbeit oder die Häufigkeit der Nutzung eine nicht unwesentliche Rolle. Nicht immer ist es möglich, auf den eigenen fahrbaren Untersatz zu verzichten.
Und natürlich gibt es Situationen, in denen auf ein Auto einfach nicht verzichtet werden kann. Sei es beim wöchentlichen Großeinkauf, der Fahrt in den Urlaub, dem Umzug oder dem Transport von Baustoffen vom Baumarkt – für all das gibt es aber Lösungen. Carsharing erfreut sich besonders in großen Städten zunehmender Popularität. Buchen, einsteigen, fahren, abstellen – das alles ohne große Kosten und trotzdem mit allem Komfort. Dieses Modell eignet sowohl für Einkaufstouren oder um größere Mengen Baustoffe oder ähnliches zu transportieren hat. Auch im Baumarkt können gegen einen kleinen Aufpreis Transporter gemietet werden. Und für die Urlaubsreise darf es, sofern nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren wird, gern ein Fahrzeug aus dem Verleih sein. Hier fährt man mit einem passenden und oft sehr neuen Auto, für zwei Wochen Urlaub immer noch günstiger, als mit einem eigenen Auto.

Die Vorteile eines eigenen Fahrzeuges sind unter anderem:
– Unabhängigkeit von Verleihstationen oder ähnlichem
– jederzeit und 24 h am Tag verfügbar

Dem gegenüber stehen die Nachteile:
– hohe Benzinkosten
– Versicherung und Steuer
– Verschleiß und Reparaturen
– oft zeitaufwendige Parkplatzsuche
oder Stau

Wer auf ein Auto verzichten kann und möchte, wird mit einer Kombination von Carsharing, ÖPNV, Fahrrad oder E-Bike eine moderne Fortbewegung finden, das nicht nur absolut im Trend liegt, sondern viele Vorzüge hat, wie zum Beispiel:
– kein hoher Anschaffungspreis
– geringer Verschleiß
– umwelt- und klimafreundlich
– hält fit und gesund
– kann (fast) überall geparkt werden

– keine Benzin- oder Dieselkosten
– keine Steuer und Versicherung

Fahrrad, E-Bike, öffentliche Verkehrsmittel oder doch noch das eigene (weil unentbehrliche) Auto – eines gilt für alle: GUTE FAHRT!